NATURGÄRTEN – ein Paradies für Pflanzen, Tiere und Menschen

Erika Vogel

Geht es Ihnen auch so? Das Thermometer klettert auf 30 Grad und unwillkürlich suchen Sie nach einem schattigen Plätzchen. Jetzt geruhsam unter einem schattigen Baum zu sitzen, mit einem kühlen Getränk in der Hand, dem Summen der Bienen und dem Zwitschern der Vögel lauschen und einfach ins Grüne schauen. Das ist Glück pur.

Wer über einen Garten verfügt kann sich solches Glück leicht selbst schaffen. Naturgärten sind nicht nur für Ihr persönliches Glück eine Bereicherung, sondern insbesondere für Tier- und Pflanzenwelt ein Segen.

Wie können Sie Ihren Garten zu einem „Naturgarten“ machen?

  • Verwenden Sie heimische Wild- und Nutzpflanzen die an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Diese bieten Nahrung und
  • Lebensraum für Tiere und Insekten.
  • Verzichten Sie auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie Torfhaltige Erde und verwenden Sie stattdessen Kompost aus Pflanzen – und Gemüseabfällen.
  • Schaffen Sie im Garten Nistmöglichkeiten für Vögel und Insektenhotels
  • Gestalten Sie den Garten naturnah mit Materialien aus der Umgebung
  • Achten sie beim Gemüseanbau auf die Verwendung von samenfestem Saatgut und alten Sorten. Berücksichtigen sie Fruchtfolgen und bauen Sie in Mischkulturen an – Pflanzen lieben Gemeinschaft.

Um den Garten in Grün und Schönheit zu erhalten braucht es Wasser. Daher erfordert das Regenwassermanagement besondere Aufmerksamkeit. Versiegeln Sie so wenig Flächen wie möglich, sondern legen sie Wege und Aufenthaltsplätze mit wasserdurchlässigen Materialien an. Wasser in Zisternen oder Regenwassertonnen zu speichern, indem man das Regenwasser sammelt, schont nicht nur die natürlichen Wasserressourcen, es ist auch für die Pflanzen besonders gut, weil es frei von Kalk ist und die Temperatur angenehm für die Pflanzen ist.

Bodenfruchtbarkeit fördern Sie, indem Sie die Methoden der Permakultur anwenden. Mulchen Sie mit Grasabschnitt, Heu oder unbehandelter Schafswolle. Dadurch bleibt auch mehr Feuchtigkeit im Boden und die Bildung von Bodenlebewesen wird gefördert. Regenwürmer sind die wahren Helfer und Unterstützer im Garten, sie brauchen Nahrung um Biomasse in Nährstoffe für die Pflanzen umzuwandeln. Dies geschieht, indem Sie den Boden immer abdecken oder Gründüngung ansähen.

Für Beschattung sorgen sie indem Sie Bäume anpflanzen. Mit Sträuchern und Hecken schaffen Sie Windgeschütze Bereiche die Ihren Garten zu einem angenehmen Aufenthaltsort machen. Hier erhalten Sie wichtige Tipps zur naturnahen Gartengestaltung: http://lwg.bayern.de/garten.akademie/index.php; ebenso bei der Kreisfachberatungsstelle Gartenbau auf der Homepage des Landratsamtes, Tipps zum richtigen Bewässern sind auf der Website der Stadt Lauf unter Bauen & Wohnen zu finden. Der Obst- und Gartenbauverein Lauf ist ebenso eine Anlaufstelle.

Sie haben keinen eigenen Garten, aber Lust aufs Gärtnern? Dann nehmen Sie Kontakt auf unter www.Gemeinschaft-Leben-Lauf.de mit dem Generationen-Gemeinschaftsgarten.

Mit einem Zitat von Wolfgang Goethe schließe ich an dieser Stelle: „Jeder Baum und jede Hecke, ist ein Strauß von Blüten und man möchte zum Maikäfer werden, um im Meer von Wohlgerüchen herumschweben zu können.

Einen schönen und angenehmen Sommer wünscht Ihnen

Erika Vogel und die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen